Kleine Münze - große Hilfe - Wir machen mit!

Jeder kennt es: Irgendwo in einer Schublade lümmelt noch ein Rest an Urlaubsgeld oder D-Mark-Münzen und Scheinen rum. Zu wenig um es umzutauschen oder gar zu benutzen, aber zu schade um es wegzuschmeißen. Bringen Sie es zu uns! Wir sammeln für die Caritas, die es dann tauschen lässt und damit viel bewirken kann.

Am Schriftenstand in der Kirche in Buxtehude steht die Sammelbox der Caritas, wenn Sie größere Mengen an Resten abgeben möchten, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro Buxtehude.

Juchuuuuu er ist da!!!


Wir danken dem Bonifatiuswerk und allen Spendern, die dies möglich gemacht haben!

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Wir haben ein Infotelefon eingerichtet!

Immer ab Montagmittag können Sie unter der Rufnummer 04161 60 23 077 die Gottesdienstzeiten für die laufende Wochen sowie einen Impuls abhören.

Bitte erzählen Sie auch allen Gemeindemitgliedern ohne Internetzugang von dieser Neuerung!

Live dabei!

Ab sofort streamen wir an jedem ersten Sonntag im Monat die Heilige Messe um 10:00 Uhr live aus Buxtehude.

Die Streamings beginnen jeweils 15 Minuten vor der Messe. Sollten Sie die Webseite schon vorher geöffnet haben, müssen Sie sie evlt. neu laden um das Video zu starten.

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der Kath. Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt
Jesus folgen... hat Folgen!

Mit dem richtigen Blick!

In diesen Tagen erreichen uns schreckliche Bilder aus Ukraine. Und es kommen Menschen zu uns, die dieser schlimmen Situationen entkommen und auf der Suche nach Sicherheit sind. Ich bin tief gerührt von der Hilfsbereitschaft und Sensibilität vieler Menschen in unserem Land, die vom ersten Augenblick des Krieges an tatkräftig helfen möchten.

Die Ukrainekrise, der Krieg in diesem Land und die Flucht vieler Menschen wecken in mir ganz stark die Erinnerungen an den Jugoslawienkrieg (1990-1995). Damals als er ausbrach, war ich gerade acht Jahre alt. Nach vielen Monaten im Atombunker – Angst, Hunger und Kälte – kam ich mit meiner Mutter und Geschwistern zu unseren Verwandten nach Bremen. Mein Vater musste, wie auch viele ukrainische Männer in diesen Tagen, im Land bleiben und kämpfen.

Damals in Bremen, bekam ich samt meiner Familie den Status „Flüchtling“. Ein Status in dem man sich nicht selten ganz fremdgesteuert und fremdbestimmt fühlte. Wir mussten viel über uns ergehen lassen und konnten kaum eigene Entscheidungen treffen. Plötzlich befanden wir uns an einem Ort, den wir nicht selbst gewählt und gewollt hatten, und das auf eine ungewisse, unbestimmte Zeit.

„Flüchtling sein“! das Bedürfnis nach Nahrung, warmer Kleidung und Sicherheit ist gestillt. Das Bedürfnis nach würdevoller Selbstbestimmung und Selbstverantwortung brennt in der Seele aber umso mehr!
„Flüchtling sein“! Wenn ich schon nicht den Ort meines Aufenthaltes wählen kann, wenn ich meinem Beruf nicht nachgehen kann, wenn ich meine Lieben nicht sehen kann, dann würde es mir guttun, wenn ich selbst entscheiden dürfte, mit welcher Seife ich dusche, was ich esse oder anziehe. Das sind kleine aber sehr wichtige Momente meiner Selbstbestimmung und meiner Würde. Das letzte Stück Freiheit, die mir so massiv geraubt wurde. Diese Gedanken gingen uns damals durch den Kopf und beschwerten unser Herz! Diese Gedanken und Gefühle erkenne ich in den Augen vieler Flüchtlingen aus Ukraine, und ich weiß, wie elend es sich anfühlt.

Wir wollen helfen! Als „ehemaliger Flüchtling“ helfe ich am liebsten mit einer Spende und nicht mit materiellen Gütern. Mit einem selbst ausgesuchten Duschgelduft, den Lieblingsnudeln oder einem T-Shirt in der Lieblingsfarbe können die heutigen Flüchtlinge aus Ukraine ihre Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung in diesen Tagen ein wenig stillen.

Ihr Ivan Kuterovac

„Alter… was ist denn da bei Euch in der Kirche los?!“ - Newsletter vom 28.01.2022

„Alter… was ist denn da bei Euch in der Kirche los?!“
Diesen Satz bekamen wir im Laufe dieser Woche öfter zu hören… Ja stimmt, es ist in der letzten Woche ganz schön viel passiert:

Am 20.01. wurde das Missbrauchsgutachten der Diözese München/ Freising veröffentlicht. Ein weiteres dunkles Kapitel in unserer Kirche. Ein weiterer Beweis für die unfassbare Strategie, Macht und Hierarchie in der katholischen Kirche um jeden Preis zu erhalten und dazu die Missbrauchstaten zu vertuschen. Wie weit entfernte sich die Leitung der katholischen Kirche von ihren wichtigsten Aufgaben: Da zu sein für die Schwachen und Kranken in unserer Gesellschaft, einen sicheren Ort für Kinder und Jugendliche zu schaffen und eine Gemeinschaft zu sein, in der Menschen ehrlich und offen miteinander umgehen und nach Gottes Wort leben… Wir sind wieder einmal fassungs- und sprachlos!

Am Montag outeten sich 125 katholische kirchliche Mitarbeitende unter anderem als lesbisch, schwul, bi, trans*, inter, queer und non-binär. (Vielleicht sind Bezeichnungen dabei, von denen Sie noch nichts gehört haben – seien Sie mutig und fragen Sie nach!) Es sind geschätzte und geachtete Kolleg*innen mit denen wir zum Teil seit vielen Jahren großartig zusammenarbeiten. Wir bewundern ihren Mut und ihre Entschlossenheit unsere Kirche von innen heraus zu verändern! Unserer Meinung nach muss sich die katholische Kirche öffnen und kann nicht mehr die Augen vor der Wirklichkeit verschließen. Bischof Heiner: "Unsere Kirche bietet jedem Menschen Heimat." In der von der Initiative #OutInChurch ausgelösten Debatte spricht sich Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ dafür aus, das kirchliche Arbeitsrecht in den Blick zu nehmen, damit Mitarbeitende der Kirche eine homosexuelle Orientierung nicht weiter verheimlichen müssen.

Seit gestern ist auch eine weitere Veränderung offiziell geworden. Ab dem Sommer werden wir zusammen mit Stade in einem sogenannten ÜPE (überpfarrlicher Personaleinsatz) Gebiet arbeiten. Das heißt, dass sich die Anzahl der Hauptberuflichen hier im Norden von „Unterelbien“ (Pfarreien Stade und Buxtehude) nicht verringern wird, wir aber im Rahmen dieses Prozesses die Aufgaben neu verteilen werden. Gemeindereferentin Renate Vornholt und Pfarrer Timm Kessler werden Stade im Sommer verlassen. Pastor Ivan und ein weiterer pastoraler Mitarbeiter oder eine pastorale Mitarbeiterin werden das dann neue Team vervollständigen.

„Wie wird es werden?“ so wurden wir gefragt. „Spannend!“ ist dann unsere Antwort. Wir werden uns neu sortieren müssen, Synergien finden und neue Schritte gehen. „Kirche neu denken“ ist ein Schlagwort von lokaler Kirchenentwicklung. Manchmal fühlen wir uns mutlos und verzweifelt, dann wieder freudig überrascht und ermutigt. Ein Blick ins Neue Testament hilft uns weiter: Ging es den Jüngern damals nicht ganz ähnlich? Ebenso wie sie erfassen wir nicht immer den großen Zusammenhang, aber wir spüren deutlich, dass wir hier im Dekanat Unterelbe an einem guten und ermutigenden Ort sind. Zusammen mit so vielen großartigen Menschen werden wir die Zukunft in den Gemeinden und darüber hinaus gestalten und Jesus auf seinem Weg folgen.

Bleiben Sie, bleibt behütet!
Mit herzlichen Grüße,
Pfarrer Johannes Pawellek und Gemeindereferentin Katrin Sobanja