Wochenimpulse

5. Fastensonntag, Tagesevangelium Johannes 11,1–45, Misereor-Kollekte

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!

Das Corona-Virus bestimmt unser Leben. Nichts ist mehr wie vor zwei Wochen. Der Alltag muss neu organisiert werden: in der Familie, im Beruf, in der Freizeit, in der Kirche. Die Menschen gehen mit dieser Situation unterschiedlich um. Die Einen werden kreativ, entdecken neue Möglichkeiten mit ihren Mitmenschen in Kontakt zu treten, die Anderen fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden wie lebendig begraben.

Das Lesen der Bibel kann uns gerade jetzt eine Hilfe sein. Ich lade Sie ein, einen Blick in das Johannesevangelium zu werfen. (Joh 11, 1-45) Lazarus, ein Freund Jesu ist krank. Seine Schwestern Maria und Marta senden diese Nachricht an Jesus. Er zögert jedoch sofort aufzubrechen. Er lässt sich zwei Tage Zeit. Jesus ist sicher, dass die Krankheit des Lazarus nicht zum Tod führt, sondern dass sie der Verherrlichung Gottes dient. Als Jesus spürt, dass Lazarus tot ist, bricht er nach Betanien auf und als er am Wohnort der Freunde ankommt, liegt Lazarus schon vier Tage tot im Grab, einer Höhle, die mit einem Stein verschlossen ist. Das Entscheidende geschieht in der Begegnung mit den Schwestern des Lazarus. Jesus offenbart sich als der von Gott gesandte Messias: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirb, und jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ Und Jesus bestätigt seine Worte indem er den verstorbenen Lazarus aus dem Tod auferweckt. Ihnen allen wünsche ich diesen österlichen Glauben der Maria und der Marta, gute Gesundheit und einen gesegneten 5. Fastensonntag!

Ihr Pfarrer J. Pawellek

P.S.: Vergessen wir an diesem Sonntag nicht unsere Schwestern und Brüder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Kollekte, die das Hilfswerk MISEREOR am 5. Fastensonntag von uns erbittet, können Sie direkt an www.misereor.de/fasten-spende oder auf das Spendenkonto von MISEREOR bei der Pax-Bank Aachen, IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC: GENODED1PAX überweisen.

4. Fastensonntag „Laetare!“, Tagesevangelium von der Heilung des Blindgeborenen durch Jesus (Johannes 9, 1-41)

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!

Ich hoffe, es geht Ihnen allen den Umständen entsprechend gut! Das Corona-Virus hat auch unseren Gemeindealltag durcheinander gebracht. Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger wollte am letzten Sonntag über zwanzig Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden. An diesem Sonntag hätten sich die Kommunionfamilien mit der Eucharistie, dem Abendmahl, näher beschäftigt. Acht Kinder sollten mit dem Katechumenenöl gesalbt und so unter die Taufbewerber aufgenommen werden. Die Erwachsenen wollten sich weiter mit den wichtigen Fragen auf dem Synodalen Weg auseinander setzen.

Statt einen großen Gemeindekatechetischen Sonntag mit Hunderten von Menschen zu feiern, sitzen wir nun allein oder mit unserer Familie zu Hause. Aber auch in dieser Situation sind wir nicht allein. Wir sind verbunden mit unserer Gemeinde, wenn wir eine Kerze entzünden, die wir uns aus einer unserer Kirchen geholt haben, und gemeinsam ein Gebet sprechen. Wir sind mit unserem Bischof verbunden, wenn wir über die Homepage des Bistums die Messe mitfeiern. Wir sind verbunden mit allen Christen, wenn wir das Tagesevangelium von der Heilung des Blindgeborenen durch Jesus (Johannes 9, 1-41) lesen.

 Der jetzige 4. Fastensonntag heißt „Laetare!“, „Freut euch!“ Wir dürfen uns darüber freuen, dass Jesus Christus unser Licht ist, das unsere Dunkelheit erhellt, und dass seine Liebe uns die Augen zu öffnen vermag. Er möchte uns Mut machen in unserer jetzigen Situation und lädt uns dazu ein, sein Licht an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Vielleicht mit einem Anruf , mit einer E-Mail, einer Postkarte oder einem Brief.

Ihnen allen und Ihren Familien wünsche ich gute Gesundheit und einen gesegneten 4. Fastensonntag!

Ihr Pfarrer J. Pawellek

P.S.: Wenn Sie ein Gespräch wünschen, rufen Sie uns Seelsorger*innen bitte einfach an.

In diesen Tagen besinnen sich viele Menschen in unseren Gemeinden auf den Wert des Zusammenhaltens und der Solidarität. Die Folgen des Corona-Virus treffen auch die MISEREOR-Fastenaktion. Durch die Absage aller Gottesdienste entfällt diese enorm wichtige Sammelaktion. Dabei geht die Arbeit in den Hilfsprojekten weiter. Die dortigen Menschen sind auf unsere Solidarität angewiesen. Daher wenden wir uns heute mit folgender Bitte an Sie: Bitte spenden Sie Ihre Kollekte direkt an MISEREOR. Das geht per www.misereor.de/fasten-spende oder auf das Spendenkonto von MISEREOR bei der Pax-Bank Aachen, IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC: GENODED1PAX. [Misereor/pd]